2026-05-09 GutsMuth-Rennsteiglauf – Frauenpower

Ein Jahr vor dem Start des legendären Rennsteig Supermarathons hatten Anne und Katharina schon geplant fix teilzunehmen. Da der Rennsteig als Traditionslauf einfach auf der To-Do-Liste steht, hatte ich mich kurzentschlossen auch angemeldet, Barbara folgte nach einigen Überlegungen ebenfalls.

Ein Jahr ist lang, einige schöne Läufe habe ich in der Zeit ja absolviert, aber der Rennsteig schien immer noch so weit weg zu sein…. Dann „plötzlich“ nur noch ein Monat bis zum Start. Seit meinem Lauf im Februar war ich eher im Regenerations- und Faulenzermodus unterwegs, während Anne gewissenhaft trainierte, Barbara gefühlt einen Marathon nach dem anderen lief, sogar noch eine Woche vor dem Rennsteinstart. Also habe ich voll schlechten Gewissens zwei back-to-back Wochenenden eingelegt und noch ein Wochenende mit Regenerationswanderung – mehr Zeit war nicht mehr.

Dann ging es los – leider nur zu dritt, weil Katharina verletzungsbedingt absagen musste.

7 Stunden Autofahrt – Mittagspause und Stadtbesichtigung in Bamberg – und weiter nach Suhl. Wir hatten dank Annes Planung ein Hotel in der Nähe des Zielortes gewählt, das bedeutete zwar Shuttlebusabfahrt um 03:00 Uhr Früh – Läuferfrühstück zum Mitnehmen wurde gestellt – dafür hatten wir es dann nach dem Lauf umso bequemer!

Start am Hauptplatz in Eisenach. Alles bestens organisiert: Startnummernabholung, Abgabe der Dropbags, die Stimmung super ….. frisch war es, aber durchaus nicht unangenehm. Nach dem Start geht es durch die Ortschaft und dann recht schnell in den Wald. 73,9 km und 1850 HM lagen vor uns. Die Steigungen durchaus laufbar (wenn man an die Länge des Laufes denkt, spart man dann doch bald Energie und geht bergauf, was in der Laufbubble rund um mich fast alle gemacht haben). Das erste Drittel war schnell geschafft, gute Laufbedingungen, schöne Forstwege, ab und zu Trails…. Die Labestellen waren ausgezeichnet und die Stimmung einfach super nett.

Genau auf halber Strecke gibt es eine Verpflegungsstation und ein Schild, das drauf hinweist, cool die Hälfte schon geschafft!  Meine Hoffnung, dass es weniger Steigungen im zweiten Teil des Laufes gibt, hat sich gefühlsmäßig als falsch erwiesen 😊 aber es war gut, so wie es war, Abwechslung hilft immer. Beim „Grenzadler“ bei km 54 gibt es eine Zwischenwertung, wer dort aussteigt bekommt Wertung und Urkunde…. Kam für uns glücklicherweise nicht in Frage!

Dann das 50km Schild – super 2/3 des Laufes absolviert! Dann wurde es mühsamer. Die letzten 25 km wurden aber noch durch zahlreiche Verpflegungsstellen - bei einer gab es sogar Alkohol in jeder Form - aufgelockert.

Dann hinein in den Ort Schmiedefeld und leicht bergab zum Zieleinlauf. Alle Läufer wurden namentlich begrüßt und willkommen geheißen.

Super Stimmung auch im Ziel! Ich habe überraschend Ilse Fritz und Ernst Bart getroffen, beide waren wenige Sekunden nach mir im Ziel … gesehen haben wir uns auf der ganzen Strecke nicht!

Nett plaudernd habe ich auf Barbara und Anne gewartet, beide kamen ebenfalls gut gelaunt mit super Zeit ins Ziel!

Das Besondere am Ziel des Rennsteiglaufs ist, dass die unterschiedlichen Bewerbe in jeweils anderen Orten starten, das Ziel aber für alle in Schmiedefeld ist…. Deshalb wohl ist „Schmiedefeld der schönste Ziel der Welt“ und bietet Partystimmung pur!

Ich durfte mich zusätzlich über den 4.Platz in der Altersklasse freuen, kam absolut unerwartet...

Ein nettes Detail am Rande: Wir hatten super Laufwetter, 2 Tage später brachte ein Wetterumschwung Schnee, der die Strecke und das Zielgelände in eine Winterlandschaft verwandelte...    Glück gehabt, oder wenn Engel reisen 😊

Fazit: Rennsteig muss man einfach gemacht haben, super Stimmung, schöne Strecke, nette Leute, viele Verpflegungsstellen mit vielerlei Auswahl, Organisation top.