Langsam - Lauftreff jeden Mittwoch um 18h45

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2026-05-17 Rock me, Amadeus!

Eine superschöne Frühjahrslaufrunde in und rund um Salzburg

Ich hatte mich schon länger mit dem Gedanken getragen, beim Salzburg-Marathon an den Start zu gehen. Ich mag die Stadt, das Startgeld ist moderat und vor allem fällt der Termin gut: Mitte Mai, da kann mich die obligate Februar-Erkältung nicht ausbremsen und außerdem laufe ich lieber bei 20 Grad als knapp über dem Nullpunkt.

Aber wie immer kommt alles ein bissl anders. Der Grippe-Teufel schlug im März zu und die Eisheiligen machten ihrem Namen alle Ehre. Bei 5 Grad über Null steige ich in St. Gilgen kurz vor 7 Uhr in den Bus, der mich direkt in die Stadt bringt. Vom Mirabellplatz stapfe ich zum Festspielhaus, wo nicht nur das Laufsackerl deponiert werden kann, sondern auch für 5 Euro mein Rucksack abgegeben werden kann – ein Superservice für alle, die mit den Öffis von auswärts anreisen.

Zur Startzeit um halb Neun ist noch ein bissl zapfig einstellig, jedoch strahlt die Sonne vom wolkenlosen („fetzblauen“, wie sie im Salzkammergut immer sagen) Himmel und nach dem Start auf der Staatsbrücke geht’s der Salzach entlang Richtung Hellbrunn. Ich hefte mich an den 4:00-Stunden-Pacemaker und finde schnell in meinen Rhythmus. Der Süden Salzburgs beeindruckt mit schöner Natur, uralten Alleebäumen und kleineren und größeren Schlössern. Nach der Umrundung des Leopoldskroner Teichs laufen wir an der Westseite des Mönchsbergs entlang, bevor uns der Kurs über Mirabellplatz wieder in die Altstadt bringt; alles unter dem wachsamen Auge der Festung Hohensalzburg, die quasi über der gesamten Strecke thront. Ich muss nach 15km meinem Tempo etwas Tribut zollen und lasse mich von der beeindruckenden Kulisse der Salzburger Altstadt unschwer „überreden“, die Abzweigung zum Halbmarathon-Ziel zu nehmen. Was für ein Genuss, vor dem großen Festspielhaus und der Felsenreitschule durchs Ziel zu laufen! Und als Belohnung gibt es neben den üblichen Bananen Topfenstrudel und Schokokuchen als Zielverpflegung.

Was bleibt? Neben der Erinnerung an einen schönen Laufvormittag in einer der schönsten Städte mit einer für mich erfreulichen Zeit (2:05) bleibt das Wissen, dass auch große Veranstaltungen mit viel Herz und Herzlichkeit organisiert werden können; dass die zahlreichen Musik-Spots ohne Mozart-Kitsch ausgekommen sind; dass es wie immer und überall zu wenig „Häusln“ vor dem Start gibt; dass man innerösterreichisch nachhaltig mit dem Zug an- und abreisen kann; und dass ich nächstes Jahr wieder in Salzburg an den Start gehen werde!